Singen verbindet – und schenkt Hoffnung
Auch wenn die Weihnachtszeit offiziell endet, bleibt ihre Botschaft spürbar: „Gottes Liebe kennt keine Grenze“. Beim heutigen weihnachtlichen Singegottesdienst in Altwied wurde dies besonders deutlich – nicht nur in den Liedern, sondern in der Erfahrung von Gemeinschaft, Musik und gelebtem Glauben.
Musikalisch getragen wurde der Gottesdienst von Frau Paganetti und ihrem Ehemann an der Orgel. Ihre Darbietung verwandelte die Kirche in einen Raum, in dem die Botschaft der Liebe Gottes erfahrbar wurde. Jede Melodie, jeder Ton erinnerte daran, dass wir getragen sind – auch in schwierigen Zeiten – und dass Glaube und Gemeinschaft Kraft schenken.
Pfarrer Malte Lenz Taurat brachte die persönliche Dimension besonders lebendig ein. Er wünschte sich, dass der Satz „Ich kann nicht singen“ aus unserem Vokabular gestrichen wird. Er erzählte von einer Begegnung während seines Studiums in der Bonner Südstadt: Eine Frau, deren Gesang wahrscheinlich nicht perfekt war, hatte ihn damals aus einer schweren Gemütslage herausgeführt. Dieses Erlebnis zeigte eindrucksvoll: Musik und Mut können selbst in kleinen Momenten Trost und Hoffnung schenken – oft weit über das hinaus, was wir erwarten.
Der Singegottesdienst in Altwied machte deutlich, dass Musik, Gemeinschaft und Glaube zusammenkommen, um Widerstandskraft gegen Verzagtheit zu entwickeln. Wenn wir gemeinsam singen, erleben wir nicht nur Lieder, sondern auch die tragende Kraft der Liebe Gottes. Es sind Momente, die Mut machen, Vertrauen üben und uns daran erinnern: Auch im Alltag kann diese Kraft wirksam werden.
Für alle, die Lust auf mehr gemeinsames Singen bekommen haben, sei auf ein besonderes Highlight hingewiesen: Am Sonntag, 01. Februar 2026, um 17 Uhr findet in der Kirche zu Altwied, Burgtorstraße 9, das Konzert „Festlich durchs Kirchenjahr“ statt. Die Kantorei unter der Leitung von Sabine Paganetti präsentiert festliche Chormusik, die musikalisch durch die Zeiten des kirchlichen Jahres führt – vom Advent über Weihnachten und die Passionszeit bis hin zu Ostern, Himmelfahrt und darüber hinaus. Ergänzt wird das Programm durch Chorwerke, die unabhängig von der liturgischen Jahreszeit gesungen werden können. Es erwartet das Publikum eine abwechslungsreiche Auswahl echter „Lieblingsstücke“ der Kantorei – musikalische Höhepunkte, die Freude am Singen und Hören gleichermaßen wecken.




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