Thursday, November 13, 2025
Aurora Borealis – von Heike Kesel
Vor ein paar Tagen war es wieder so weit: Unsere Sonne hatte einiges angestaut und schickte uns eine CME – einen koronalen Massenauswurf, eine Art eruptive Protuberanz, bei der große Mengen Plasma ins All geschleudert werden. Dieses Plasma traf die Erde, und nur dank unserer schützenden Atmosphäre prallt es glücklicherweise an uns ab. Ohne diesen Schutz könnte das ziemlich böse ausgehen. Doch selbst mit diesem natürlichen Schild kann ein geomagnetischer Sturm so einiges durcheinanderbringen: Stromnetze, Satelliten, Navigation – alles kann betroffen sein.

Diesmal hatten wir Glück. Statt Chaos gab es ein Geschenk: die Aurora Borealis.
Ich liebe den Gedanken, dass interstellare Besucher in schimmernden Mänteln über den Himmel tanzen. Und ja – man konnte sie tatsächlich in Neuwied sehen, die Nordlichter.
Leider ist die Lichtverschmutzung hier in der Nachbarschaft enorm. Überall Bewegungsmelder, die im Sekundentakt an- und ausgehen, ständig Autos, und dazu die Industrie auf der anderen Rheinseite, die nachts ebenfalls nicht schläft. Noch vor einiger Zeit konnte ich im Bett liegend gemütlich nach Nordosten schauen und die tanzenden Lichter bewundern. Das vermisse ich manchmal.
Beim nächsten Mal fahre ich in den Sternenpark in der Eifel. Dort ist es dunkel genug, um den Himmel so zu erleben, wie er gedacht ist.

Die Bilder, die ich diesem Blogeintrag zugeordnet habe, sind übrigens vom Bett aus entstanden – vom letzten Ereignis habe ich leider keine.
Habt ihr vielleicht Gedanken oder Bilder, die ihr teilen möchtet?





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