Bach-Kantaten berühren Publikum in Feldkirchen
Die Evangelische Kirche in Feldkirchen-Neuwied war am 25. März 2026 Schauplatz eines eindrucksvollen Passionskonzerts anlässlich des Festes Mariae Verkündigung. Zahlreiche Besucher erlebten einen musikalisch wie inhaltlich anspruchsvollen Abend, der ganz im Zeichen der Werke von Johann Sebastian Bach stand.

Ausführende waren die Jugendkantorei und die Kantorei Feldkirchen-Altwied sowie ein hochkarätig besetztes Solistenensemble mit Bettina Schaeffer (Alt), Daniel J. Tilch (Tenor) und Konstantin Paganetti (Bariton). Begleitet wurden sie von Instrumentalisten unter der Mitwirkung von Bernd Kämpf (Orgel und Cembalo). Die Gesamtleitung lag in den Händen von Sabine Paganetti, die mit sicherem Gespür für Stilistik und Dramaturgie überzeugte.
Im Mittelpunkt des Programms standen die beiden Bach-Kantaten „Sehet, wir gehn hinauf gen Jerusalem“ (BWV 159) sowie „Himmelskönig, sei willkommen“ (BWV 182). Beide Werke zeichnen den Weg Jesu zwischen Einzug in Jerusalem und Passion nach und verbinden eindrucksvoll musikalische Ausdruckskraft mit theologischer Tiefe. Ergänzt wurde das Programm durch Motetten und Orgelwerke, darunter Kompositionen von Melchior Franck sowie Magnificat-Vertonungen Bachs.

Ein besonderer Moment des Abends entstand durch den Einsatz der Blockflöte als Soloinstrument.
Wolfgang Dey verlieh den entsprechenden Passagen mit feiner Tongebung, stilistischer Sicherheit und großer musikalischer Sensibilität eine ganz eigene Klangfarbe. Die Blockflöte fügte sich nicht nur in das barocke Klangbild ein, sondern setzte zugleich einen intimen, fast meditativen Kontrapunkt zum vollen Chorsatz – ein musikalischer Dialog von bemerkenswerter Ausdruckskraft.
Die Jugendkantorei und die Kantorei präsentierten sich klanglich ausgewogen und ausdrucksstark. Besonders hervorzuheben war die klare Textgestaltung sowie die feine Abstimmung zwischen Chor und Solisten. Die Solobeiträge überzeugten durch stilistische Sicherheit und emotionale Präsenz, während die instrumentale Begleitung dem Gesamtklang Fundament und Transparenz verlieh.
Eine Einführung durch Pfarrer Martin Lenz Taurat bereitete das Publikum auf das Konzert vor und erschloss die inhaltlichen Zusammenhänge der Werke.
Das Passionskonzert wurde so zu einem musikalischen Höhepunkt im kirchlichen Leben der Region und hinterließ bei den Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck.
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