Ehrenamt ist kein Hobby – es ist Haltung.
In Feldkirchen lebt Gemeinschaft nicht von großen Worten, sondern von den Menschen, die anpacken – Tag für Tag, oft still und ohne großes Aufsehen. Dieser Beitrag ist ein Dank an alle, die sich einbringen, und ein Aufruf an jene, die glauben, dass Engagement heute keinen Sinn mehr hat: Es lohnt sich – gerade jetzt.
Ich begegne oft Menschen, die mit dem Ehrenamt abgeschlossen haben. Viele haben schlechte Erfahrungen gemacht – mit Strukturen, die sich nicht bewegen wollen, mit fehlender Unterstützung oder schlicht mit Undankbarkeit. Diese Erlebnisse bleiben hängen. Und sie führen dazu, dass heute viele kaum noch an die Arbeit fürs Gemeinwohl glauben.
Wer sich trotzdem engagiert, merkt schnell, dass Idealismus nicht immer wohlwollend aufgenommen wird. Da kommen Sprüche wie: „Warum tust du dir das an?“ oder „Du machst das doch sicher, um dich wichtig zu machen.“ – als wäre Engagement etwas Verdächtiges. Dabei ist es im Kern das Gegenteil: Es ist Dienst an der Gemeinschaft.
Ich weiß, wovon ich spreche. Vereinsarbeit, Organisation von Veranstaltungen, das Zusammenbringen von Menschen – all das kostet Zeit, Nerven und manchmal auch Geld. Man macht es nicht, weil es einfach ist, sondern weil man daran glaubt, dass es sich lohnt. Dass Begegnungen, Zusammenhalt und gemeinsames Handeln wichtig sind.
Und ja – manchmal zweifelt man. Wenn Kritik lauter ist als Anerkennung. Wenn man das Gefühl hat, dass es niemanden interessiert, wie viel Herzblut dahinter steckt. Aber genau in diesen Momenten erinnere ich mich daran, warum ich es überhaupt tue: weil jede Begegnung, jedes Gespräch, jedes kleine Stück gelebte Gemeinschaft zählt.
Ehrenamt ist kein Hobby, es ist Haltung.
Und vielleicht braucht es gerade jetzt wieder mehr Menschen, die diese Haltung leben – mit Mut, Geduld und einem klaren Blick für das, was wirklich zählt: die Menschen, die sich gegenseitig unterstützen.
Denn wenn wir aufhören, uns zu engagieren, verliert unsere Gesellschaft ihren Kern.
Und das darf nicht passieren.
Mein Wunsch:
Lasst uns das Ehrenamt wieder zu dem machen, was es immer war – Ausdruck von Gemeinschaft, Vertrauen und Verantwortung füreinander. Jeder kann etwas beitragen, ob groß oder klein. Manchmal genügt schon ein einfaches „Danke“ oder die Bereitschaft, mit anzupacken. Denn am Ende entsteht Gemeinschaft nicht durch Worte, sondern durch Menschen, die handeln.
Autor:
Jürgen Knees – engagiert im Vereinsleben von Feldkirchen und Initiator von Treffpunkt-Feldkirchen.de. Leidenschaftlich aktiv für Begegnung, Zusammenhalt und das, was eine Gemeinschaft lebendig macht.





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