Wilde Spiritualität – Ein Abend zwischen Erde, Menschsein und Sinnsuche
Ich durfte beim letzten MonStammtisch an einem Abend teilnehmen, der mich tief berührt und inspiriert hat. Diesmal ging es um ein Thema, das so alt ist wie die Menschheit selbst – und gleichzeitig aktueller denn je: Spiritualität.
Nicht im traditionellen, religiösen Sinne, sondern als achtsames Hinspüren zu dem, was uns trägt, verbindet und heil macht.
Am 14. November 2025 begegnete ich dort Jan Frerichs – Theologe, Autor, Visionsbegleiter und Initiator der franziskanischen Lebensschule barfuß+wild. Sein Ansatz der „Wilden Spiritualität“ hat mich sofort angesprochen: ein Zugang zur Welt, der nicht nur über den Kopf führt, sondern uns wieder in Kontakt bringt mit unserem Inneren, der Natur und den alten Geschichten, die uns prägen.
Eine Welt aus den Fugen – und die Frage nach dem Sinn
Während ich zuhörte, wurde mir bewusst, wie sehr unsere Zeit aus dem Gleichgewicht geraten ist: ökologisch, gesellschaftlich, aber auch seelisch.
Es fehlt nicht an Wissen – aber oft an Sinn. An dem roten Faden, der unser Erleben zusammenhält.
Genau hier setzt die wilde Spiritualität an.
Ich habe mich an diesem Abend gefragt:
Wie können wir Menschen einen Platz in der Welt einnehmen, der heilend wirkt – für uns selbst, für die Erde und für die Zukunft?
Diese Frage bildete für mich den Kern des gesamten Abends.
Eine Spurensuche mit alten Mythen und neuer Bedeutung
Gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden begab ich mich – geführt von Jan – auf eine Reise durch indigene Weisheit und biblische Schöpfungsmythen.
Nicht als trockene Erzählungen, sondern als lebendige Bilder, die etwas Wesentliches über unser Menschsein erzählen.
Ich nahm mit:
Diese Geschichten wollen uns nicht trennen, nicht moralisch belehren.
Sie laden uns ein:
- zur Verbundenheit mit der Natur,
- zur Erinnerung an unseren Ursprung,
- und zur Begegnung mit dem, was größer ist als wir selbst.
Was bleibt: Ein leises Echo der Verbundenheit
Der Abend hat mir erneut gezeigt, dass Spiritualität nichts Abgehobenes ist.
Sie beginnt dort, wo wir still werden, wo wir uns berühren lassen und spüren, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind.
Vielleicht ist das für mich die wichtigste Erkenntnis der wilden Spiritualität:
Dass Sinn nicht „gemacht“ wird –
sondern sich dort zeigt,
wo wir Menschsein und Welt nicht trennen, sondern miteinander verweben.





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