Christvesper und Christmette – ein Gedanke, der bleibt
Weihnachten begann für mich in diesem Jahr bereits am Nachmittag um 15:00 Uhr mit der Christvesper in Altwied. Eine ruhig und klassisch gehaltene Feier, geleitet von Pfarrer Lenz Taurat und musikalisch getragen vom Jugendchor der Kantorei Feldkirchen-Altwied unter der Leitung der Kantorin Sabine Paganetti.
Schon beim Betreten der Kirche stellte sich eine besondere Atmosphäre ein: Das Licht, das durch die wunderschönen Fenster fiel, die klaren Stimmen des Chores und die Orgelklänge schufen einen Raum der Besinnung, der den Alltag für einen Moment in den Hintergrund treten ließ.

In seiner Ansprache griff Pfarrer Lenz Taurat einen Gedanken auf, der mich durch den gesamten Heiligen Abend begleitet hat: Weihnachten lädt uns ein, dem Kind in uns wieder Raum zu geben. Nicht aus Naivität, sondern aus Vertrauen. Aus der Fähigkeit heraus, zu staunen, Hoffnung zuzulassen und neu zu beginnen – gerade in einer Zeit, die oft von Hektik, Erwartungen und Sorgen geprägt ist.
In der Nacht setzte sich dieser Gedanke in der Christmette fort. Auch hier wurde die Feier wesentlich von der Kantorei, dem Chor unter der Leitung von Sabine Paganetti, getragen. Die Musik verlieh der Liturgie Tiefe und Würde, ließ die Weihnachtsbotschaft nicht nur hörbar, sondern spürbar werden. Wort, Klang und Stille gingen eine Verbindung ein, die berührte und nachwirkte.
Christvesper und Christmette unterschieden sich in ihrer Zeit und ihrem Charakter – verbunden waren sie durch dieselbe innere Haltung: innehalten, zur Ruhe kommen und sich daran erinnern, was Weihnachten im Kern bedeutet. Für mich war es ein Geschenk, diesen Heiligen Abend auf diese Weise erleben zu dürfen – getragen von Musik, Licht und einem Gedanken, der bleibt.





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