Kirchenreform: Wichtige Entscheidungen stehen bevor
Am 13. und 14. November 2026 beraten die Kreissynoden der Kirchenkreise Wied und Altenkirchen über weitreichende Veränderungen. Auch für die Evangelische Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied könnten die Ergebnisse von Bedeutung sein.
Die evangelische Kirche steht vor großen Herausforderungen. Sinkende Mitgliederzahlen, knapper werdende finanzielle Mittel und Veränderungen in der personellen Besetzung machen neue Formen der Zusammenarbeit erforderlich.
In den Kirchenkreisen Wied und Altenkirchen wird deshalb seit geraumer Zeit über eine engere Zusammenarbeit und einen Zusammenschluss beraten.
Nun stehen wichtige Entscheidungen bevor.
Am Freitag, dem 13. November 2026, tagt die Kreissynode des Kirchenkreises Wied. Am Samstag, dem 14. November, kommen die Synodalen beider Kirchenkreise in Dierdorf zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen.
Was ist geplant?
Nach den vorliegenden Beschlussvorlagen sollen die beiden bisherigen Kirchenkreise zum 31. Dezember 2027 aufgehoben werden. Zum 1. Januar 2028 soll der neue Evangelische Kirchenkreis Rhein-Westerwald entstehen.
Die Evangelische Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied würde weiterhin als eigenständige Kirchengemeinde dazugehören.
Bei den Beratungen geht es allerdings um weit mehr als einen neuen Namen und eine gemeinsame Verwaltung.
Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die zukünftige Finanzierung der Kirchengemeinden, die Organisation der kirchlichen Verwaltung, die Zuordnung kreiskirchlicher Pfarrstellen und die vorgesehene Neuordnung der evangelischen Kindertagesstätten.
Was bedeutet das für Feldkirchen-Altwied?
Die inzwischen vorliegenden Synodenunterlagen enthalten umfangreiche Finanzberechnungen und Vorschläge für die künftigen Strukturen.
Sie zeigen, dass sich auch für Feldkirchen-Altwied Veränderungen ergeben könnten.
Welche konkreten finanziellen und organisatorischen Folgen damit verbunden wären, lässt sich allerdings noch nicht abschließend beurteilen. Einige Regelungen stehen erst zur Beratung an, andere sollen später von den zuständigen Gremien beschlossen werden.
Deshalb erscheint es sinnvoll, zunächst die Ergebnisse der bevorstehenden Synoden abzuwarten.
Fragen zur Zukunft unserer Kirchengemeinde
Unabhängig davon bleiben einige grundsätzliche Fragen wichtig:
Wie wird die kirchliche Arbeit vor Ort langfristig finanziert? Welche Perspektiven bestehen für die Pfarrstelle, die Kindertagesstätten und das Gemeindeleben? Und wie werden die Gemeindemitglieder über die Veränderungen informiert und an ihrer Gestaltung beteiligt?
Diese Fragen verdienen eine sachliche und nachvollziehbare Beantwortung.
Denn eine Reform kirchlicher Strukturen sollte nicht allein daran gemessen werden, ob Verwaltungen effizienter arbeiten. Entscheidend ist auch, ob die Kirchengemeinden ihre Aufgaben weiterhin erfüllen können und die Menschen vor Ort sich mit ihrer Kirche verbunden fühlen.
Wir bleiben an dem Thema
Treffpunkt Feldkirchen wird die Entwicklung weiter begleiten.
Nach den Synodentagungen werden wir über die gefassten Beschlüsse berichten und untersuchen, welche konkreten Auswirkungen sich daraus für die Evangelische Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied ergeben.
Dabei soll es nicht darum gehen, notwendige Veränderungen grundsätzlich infrage zu stellen.
Vielmehr möchten wir dazu beitragen, dass die Menschen in unserer Gemeinde verstehen können, was geplant ist, was tatsächlich entschieden wurde und welche Fragen noch offen sind.
Denn die Zukunft unserer Kirche geht nicht nur die Verantwortlichen in den kirchlichen Gremien an.
Sie betrifft uns alle.
Weiterführender Beitrag
Die bevorstehenden Veränderungen in unserer Kirche werfen für mich eine grundsätzliche Frage auf: Wer entscheidet eigentlich über ihre Zukunft – und welche Rolle spielen wir als Gemeindemitglieder dabei?
Dieser Frage gehe ich in einem weiterführenden Beitrag nach:
Wem gehört die Kirche? Warum die Gemeinden mehr sind als Verwaltungseinheiten




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