Zwischen Kalender und Ewigkeit – Festlich durch das Kirchenjahr

Zwischen Kalender und Ewigkeit – Festlich durch das Kirchenjahr Am 1. Februar 2026 erlebte die evangelische Kirche Altwied ein Kirchenkonzert von außergewöhnlicher Geschlossenheit und Tiefe. Unter dem Leitmotiv „Zwischen Kalender und Ewigkeit – Festlich durch das Kirchenjahr“ nahm die Kantorei Feldkirchen-Altwied ihr Publikum mit auf eine musikalisch-theologische Reise durch die Zeiten des Kirchenjahres – von…


Zwischen Kalender und Ewigkeit – Festlich durch das Kirchenjahr

Am 1. Februar 2026 erlebte die evangelische Kirche Altwied ein Kirchenkonzert von außergewöhnlicher Geschlossenheit und Tiefe. Unter dem Leitmotiv „Zwischen Kalender und Ewigkeit – Festlich durch das Kirchenjahr“ nahm die Kantorei Feldkirchen-Altwied ihr Publikum mit auf eine musikalisch-theologische Reise durch die Zeiten des Kirchenjahres – von Advent und Weihnachten bis hin zu Ewigkeit und Vollendung.

Das Programm war klug dramaturgisch gegliedert und verband Werke aus fünf Jahrhunderten mit zeitgenössischen Kompositionen. Motetten von Andreas Hammerschmidt, Samuel Scheidt und Johann Sebastian Bach standen selbstverständlich neben modernen Klangsprachen von John Rutter, Audrey Schnyder, Thomas Gabriel oder Daniel Drückes. Gerade diese Spannweite verlieh dem Abend seine besondere Spannung: Tradition wurde nicht museal präsentiert, sondern als lebendige Gegenwart erfahrbar.

Das Konzert war gut besucht.

Die Kantorei überzeugte durch klangliche Homogenität, klare Textverständlichkeit und eine spürbare innere Beteiligung. Besonders eindrucksvoll gelang die Ausdeutung stiller, kontemplativer Momente ebenso wie die festlichen Höhepunkte – etwa in den Pfingst- und Trinitatiswerken. Instrumentale Akzente durch Martin Geiger (Cello) und Bernd Kämpf (Truhenorgel) verliehen den Stücken besondere Tiefe, unterstützt von Pfarrer Martin Lenz Taurat mit geistlichen Impulsen gaben dem Abend zusätzliche Tiefe und verbanden Musik, Kirchenjahr und persönliche Reflexion zu einem stimmigen Ganzen. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Sabine Paganetti, deren ruhige, klare Handschrift sich durch das gesamte Konzert zog.

So wurde dieser Abend mehr als ein Konzert: Er war eine Einladung zur Erinnerung, zur Dankbarkeit und zum Innehalten – ein musikalischer Bogen zwischen Kalender und Ewigkeit, der lange nachklingen wird und zu Recht als ein Höhepunkt der kirchenmusikalischen Arbeit in Felkirchen-Altwied gelten darf.


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