Ein Karfreitag, der nachhallt – Passionsgottesdienst in Feldkirchen
Am Karfreitag um 15:00 Uhr wurde es still in der Evangelischen Feldkirche in Neuwied-Feldkirchen. Eine besondere Ruhe lag im Raum, getragen von der Erwartung eines Gottesdienstes, der unter die Haut gehen sollte.
Mit der Johannes-Passion von Heinrich Schütz entfaltete sich die Leidensgeschichte Christi in einer eindringlichen Schlichtheit, die nichts beschönigte und gerade dadurch berührte.
Axel E. Hoffmann führte als Evangelist mit ruhiger Intensität durch das Geschehen. Sein sprechgesanglicher Vortrag ließ die Worte des Evangeliums lebendig werden – nahbar, klar und von stiller Dringlichkeit.
Die Christusworte, gesungen von Bernd Kämpf, wirkten wie Momente des Innehaltens – getragen von Würde und innerer Ruhe. Sandra Mehren verlieh der Rolle des Pontius Pilatus eine spürbare Spannung, die die Zerrissenheit der Szene greifbar machte.
Die Kantorei Feldkirchen-Altwied unter der Leitung von Sabine Paganetti ließ die Passion zu einem gemeinsamen Erleben werden. Ihre Stimmen füllten den Raum – mal leise und fragend, mal eindringlich und aufrüttelnd – und gaben der Geschichte Klang und Tiefe.
Die einführenden Worte von Martin Lenz Taurat öffneten den Raum für das, was folgte: einen Gottesdienst, der nicht nur gehört, sondern gespürt werden wollte.
Am Ende blieb mehr als Musik. Es blieb eine Stille, die nachwirkte. Ein Innehalten. Und die Ahnung, dass diese Geschichte auch heute noch bewegt.




Schreibe einen Kommentar