Rückblick auf die Karwoche und Ostern 2026
Evangelische Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied
Ich hätte nicht gedacht, dass mich ausgerechnet ein 6-Uhr-Gottesdienst an Ostern so berühren würde.
Aber genau das ist passiert – und es war Teil einer ganz besonderen Woche.
Die Karwoche und das Osterfest 2026 wurden für mich zu einem gemeinsamen Weg – von Bewegung und Begegnung über Besinnung und Stille hin zur österlichen Freude.
Den Auftakt bildete der Palmsonntag mit einer Wanderung von Altwied nach Feldkirchen. Unterwegs entstanden Gespräche, Begegnungen und kleine Momente des Innehaltens.


Schon auf diesem Weg wurde spürbar, dass diese Woche mehr sein würde als eine Abfolge von Terminen – vielmehr ein gemeinsames Unterwegssein.
Beim anschließenden Grillen im Gemeinderaum wurde daraus eine lebendige Gemeinschaft – ein Auftakt, der die ganze Woche bereits in sich trug.
Am Gründonnerstag (2. April) wurde es ruhiger. Die Tischabendmahlfeier im Gemeindehaus Feldkirchen hat mich besonders angesprochen.



Die Nähe, die durch das gemeinsame Sitzen an Tischen entstand, veränderte die Atmosphäre spürbar. Das Teilen von Brot und Wein bekam eine unmittelbare, fast persönliche Bedeutung.
Gemeinschaft wurde hier nicht nur sichtbar, sondern fühlbar.

Der Karfreitag (3. April) führte in eine ganz andere Tiefe. In der Feldkirche erlebte ich einen eindrucksvoll gestalteten Passionsgottesdienst.

Die musikalisch interpretierte Leidensgeschichte Jesu – vorgetragen als Rezitativ – entwickelte eine besondere Kraft. Der Evangelist, Alex E. Hoffmann führte eindringlich durch die biblischen Texte, während die Kantorei unter der Leitung von Sabine Paganetti die chorischen Passagen mit großer Ausdrucksstärke gestaltete.
Begleitet von Truhenorgel und Christusworte, Bernd Kämpf entstand eine dichte, fast greifbare Atmosphäre. Pfarrer Martin Lenz Taurat eröffnete mit seiner Einführung einen ruhigen Zugang zum Geschehen.
Es war einer dieser Gottesdienste, nach denen man die Kirche leiser verlässt, als man sie betreten hat.
Mit dem Ostersonntag (5. April) veränderte sich die Stimmung grundlegend.
Früh am Morgen, um 6:00 Uhr, begann die Osternacht in der Feldkirche. In der Dunkelheit beginnend und Schritt für Schritt ins Licht geführt, wurde die Auferstehung Jesu Christi gefeiert.



Bilder: Feldkirche und Stock
Entgegen meines üblichen Rhythmus habe ich mich dazu durchgerungen, daran teilzunehmen – und bin sehr froh darüber.
Die besondere Atmosphäre, das wachsende Licht und die spürbare Erwartung der Gemeinde machten diesen Moment eindrucksvoll. Die Kantorei begleitete auch diesen Gottesdienst in bewegender Weise. Die liturgische Leitung lag bei den Pastoren Martin und Malte Lenz Taurat, die mit großer Ruhe und Präsenz durch die Feier führten.
Beim anschließenden Frühstück wurde aus der Feier Gemeinschaft.
Gerade dieser Übergang – vom Gottesdienst in den gemeinsamen Alltag hinein – machte die Osterfreude auf eine sehr menschliche Weise erlebbar.
Im Gottesdienst in Altwied und beim anschließenden KirchenCafé setzte sich dieses Gefühl fort.
Hier wurde noch einmal deutlich: Glaube lebt von Begegnung.
Am Ostermontag (6. April) bildete ein zentraler Familiengottesdienst in der evangelischen Kirche Heddesdorf den Abschluss.
Die offene und lebendige Gestaltung zeigte, wie zugänglich und zugleich tragfähig die Osterbotschaft für alle Generationen sein kann.
Wenn ich auf diese Tage zurückblicke, bleibt vor allem eines:
Die diesjährigen Ostertage habe ich als besonders intensiv erlebt. Durch die vielfältigen Angebote der Kirchengemeinde und die begleitenden Aktivitäten entstand eine lebendige und eindrucksvolle Zeit, die den Gemeinschaftsgedanken und die Bedeutung von Ostern spürbar gemacht hat.
Was in Feldkirchen und Altwied in dieser Karwoche entstanden ist, war mehr als eine Reihe von Gottesdiensten –
es war gelebte Gemeinschaft.
Mein herzlicher Dank gilt allen, die diese Tage mitgestaltet haben: der Kantorei unter der Leitung von Sabine Paganetti, den Pastoren Martin und Malte Lenz Taurat, den musikalisch Mitwirkenden sowie den vielen helfenden Händen im Hintergrund.
Ihr Einsatz hat dazu beigetragen, dass diese Karwoche nicht nur gefeiert, sondern wirklich erlebt werden konnte.



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