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125 Jahre Bürgerverein Gönnersdorf – Tradition, Gemeinschaft und gelebtes Brauchtum 🎉

125 Jahre Bürgerverein Gönnersdorf Tradition, Gemeinschaft und gelebtes Brauchtum in Feldkirchen GÖNNERSDORF/FELDKIRCHEN. Der Bürgerverein Gönnersdorf feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen und blickt damit auf eine lange und traditionsreiche Geschichte im gesellschaftlichen Leben von Feldkirchen zurück. Gegründet wurde der Verein im Jahr 1901 von 25 Gönnersdorfer Männern zunächst als sogenannter „Casino-Verein“. Der Eintritt erfolgte…


125 Jahre Bürgerverein Gönnersdorf

Tradition, Gemeinschaft und gelebtes Brauchtum in Feldkirchen

GÖNNERSDORF/FELDKIRCHEN. Der Bürgerverein Gönnersdorf feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen und blickt damit auf eine lange und traditionsreiche Geschichte im gesellschaftlichen Leben von Feldkirchen zurück.

Gegründet wurde der Verein im Jahr 1901 von 25 Gönnersdorfer Männern zunächst als sogenannter „Casino-Verein“. Der Eintritt erfolgte damals mit einem Taler und zwei Litern Branntwein – ein Zeichen dafür, dass Geselligkeit und Gemeinschaft von Beginn an eine wichtige Rolle spielten. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Verein stetig weiter, öffnete sich auch für Frauen und wurde zu einem wichtigen Träger des örtlichen Brauchtums und der Dorfgemeinschaft.

Bis heute verfolgt der Bürgerverein das Ziel, Gemeinschaft zu fördern, Traditionen zu bewahren und das gesellschaftliche Leben im Ort aktiv mitzugestalten. Dazu gehören zahlreiche Veranstaltungen, die über viele Jahre hinweg fester Bestandteil des Dorflebens geworden sind. Neben der Jahreshauptversammlung zählen dazu unter anderem das traditionelle Maibaum-Stellen, Tages- und Frühstücksfahrten, der beliebte Backesdaach, das Döppekoocheessen mit gemeinsamem Kartoffelschälen im Steigerturm inklusive „Herztroppe“, der Jubiläumskaffee sowie der Adventmarkt „Feldkirchen leuchtet“.

Einen wichtigen Wendepunkt erlebte der Bürgerverein Anfang der 1990er Jahre. Damals war der Verein nach Erinnerungen langjähriger Mitglieder auf rund 40 Mitglieder geschrumpft und besaß kaum noch Außenwirkung. Es gab lediglich wenige Veranstaltungen im Jahr. Mit großem ehrenamtlichem Engagement gelang jedoch ein Neustart.

Unter dem damaligen Vorsitzenden Rolf Reisdorf entstand gemeinsam mit engagierten Mitstreitern die Idee zum Bau eines Backes im Waschbachtal. Dort sollte nicht nur Brot gebacken, sondern auch ein neuer Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft geschaffen werden. Während zahlreiche Helfer den Backes in Eigenleistung errichteten, entstand auch der bis heute bekannte Spruch:

„Himmelfahrt es Backesdaach.“

Der erste Backesdaach entwickelte sich schnell zu einem großen Erfolg und sorgte erstmals seit vielen Jahren wieder für eine starke Außenwirkung des Vereins. Die Veranstaltung wurde so gut angenommen, dass die Mitgliederzahlen innerhalb kurzer Zeit deutlich anstiegen.

Auch die Öffnung des Vereins für Frauen markierte damals einen wichtigen Schritt in die Zukunft des Bürgervereins. Zeitzeugen berichten, dass diese Entscheidung zunächst durchaus kontrovers diskutiert wurde. Letztlich setzte sich jedoch die Erkenntnis durch, dass Gemeinschaft und Vereinsleben nur gemeinsam gelebt werden können.

Mit viel Herzblut wurde damals auch ein neues Vereinswappen entworfen – noch ganz ohne moderne Technik oder künstliche Intelligenz. „Jede Biegung des Waschbachs wurde von Hand gemalt“, erinnert sich ein damaliges Vorstandsmitglied schmunzelnd.

Bis heute lebt der Verein vom großen ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen. Besonders rund um den Backesdaach zeigte sich dieser Gemeinschaftsgeist über Jahrzehnte hinweg immer wieder eindrucksvoll. So standen einige Helfer bereits morgens um fünf Uhr am Backes, um den Ofen anzuheizen, während das Dorf noch schlief.

Das Jubiläumsfest an Christi Himmelfahrt zeigte nun eindrucksvoll, wie lebendig die Gemeinschaft in Gönnersdorf bis heute ist. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zur AWO-Altentagesstätte in der Feldkircher Straße, um gemeinsam das 125-jährige Bestehen zu feiern.

Für ein abwechslungsreiches Programm sorgten der Frauenchor Wollendorf, die A-cappella-Gruppe „Die Kellner“, Schlagersängerin Simone Siegmann sowie DJ Claudia Wischmann. Auch Familien und Kinder kamen mit Hüpfburg und Ballontieren auf ihre Kosten. Besonders hervorgehoben wurde von vielen Gästen der große Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer, die maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen.

Das Jubiläum machte deutlich, welchen hohen Stellenwert ehrenamtliches Engagement, Zusammenhalt und Tradition in Gönnersdorf und ganz Feldkirchen weiterhin besitzen. Der Bürgerverein versteht sich dabei nicht nur als Bewahrer alter Traditionen, sondern auch als lebendiger Treffpunkt für alle Generationen.

Der Verein freut sich auch künftig über neue Mitglieder jeden Alters, die gemeinsam dazu beitragen möchten, die gewachsenen Traditionen und das Gemeinschaftsleben in Gönnersdorf weiterzuführen.

Hier geht’s zur Website des Bürgerverein Gönnersdorf e.V.: http://www.bvg-ev.de


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