Ein persönliches Wort von Pfarrer Martin Lenz Taurat
Die Nachricht wird viele Gemeindemitglieder in Feldkirchen, Altwied und den umliegenden Ortsteilen bewegen: Pfarrer Martin Lenz Taurat wird die Evangelische Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied zum 31. August 2026 verlassen und gemeinsam mit seinem Mann eine neue Aufgabe in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hude im Oldenburger Land übernehmen.
In einem persönlichen Schreiben informiert er die Gemeinde über die Hintergründe seiner Entscheidung und blickt zugleich dankbar auf fünf Jahre gemeinsamen Wirkens zurück.
„Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“
(Psalm 127,1)
Man plant. Man entscheidet. Man baut auf. Man gestaltet. So ist das im Leben. Und so ist es auch in der Kirche. Und dann kommt es anders, als man gedacht hat.
Nach fünf Jahren Dienst in der Ev. Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied werde ich die Gemeinde verlassen. Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Im Gegenteil, vieles, was wir gemeinsam angestoßen haben, ist gerade dabei zu wachsen und Gestalt anzunehmen. Ernten werde ich das, was wir gesät haben, nicht mehr. Das wird jemand anders tun.
Im Frühjahr dieses Jahres hat sich für meinen Mann und mich eine besondere Gelegenheit ergeben: In seiner Heimat wurden zeitgleich zwei volle Gemeindepfarrstellen in derselben Kirchengemeinde ausgeschrieben. Das ist eine unwahrscheinlich seltene Konstellation. Beworben hatten sich mehrere Personen, schließlich wurden wir gewählt. Nach sorgfältiger Überlegung haben wir uns dann entschieden, diese Chance wahrzunehmen.
Zum 31. August 2026 werde ich deshalb meinen Dienst in der Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied beenden und künftig in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hude im Oldenburger Land tätig sein.
Noch liegen einige Wochen vor uns. Zeit für Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Gottesdienste. Ein besonderer Moment wird dabei mein Abschiedsgottesdienst am Sonntag, den 2. August 2026, um 14.00 Uhr in der Evangelischen Kirche Altwied sein. Vielleicht sehen wir uns dort.
Jede Pfarrstelle hat ihre Zeit. In den vergangenen fünf Jahren sind viele Beziehungen gewachsen. Wir haben gemeinsam Gottesdienste gefeiert. Ich durfte Menschen in wichtigen Lebenssituationen begleiten. Gemeinsam haben wir Gemeinde gestaltet und manche Herausforderungen miteinander getragen. Für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben, bin ich von Herzen dankbar.
Dieser Schritt schmälert keineswegs die Wertschätzung für die Menschen hier vor Ort und die gemeinsame Zeit. Im Gegenteil: Gerade weil mir die Gemeinde ans Herz gewachsen ist, fällt der Abschied schwer.
Für die Kirchengemeinde ist wichtig zu wissen, dass die Pfarrstelle wiederbesetzt werden soll. Das Presbyterium plant eine Ausschreibung, sodass Pfarrpersonen sich bewerben können. Nach jetzigem Stand ist damit zu rechnen, dass die Pfarrstelle zunächst vakant sein wird. Selbst ein zügiges Bewerbungsverfahren wird voraussichtlich bis Ende des Jahres 2026 dauern.
In dieser Zwischenzeit helfen die evangelischen Nachbargemeinden aus: Beerdigungen, Taufen, Trauungen werden vom Pfarrteam der Ev. Trinitatiskirchengemeinde Linz-Bad Hönningen-Unkel begleitet. Die Vakanzverwaltung übernimmt eine Pfarrperson aus dem Stadtpfarrkonvent. Für die Konfi-Arbeit sind derzeit verschiedene Lösungen im Gespräch. Anderes klärt sich gerade.
Bis zu meinem Dienstende werde ich meine Aufgaben weiterhin mit vollem Einsatz wahrnehmen und die anstehenden Übergänge so sorgfältig wie möglich gestalten.
Ich gehe mit großer Dankbarkeit für die vergangenen fünf Jahre und zugleich mit Vorfreude auf die neue Aufgabe, die vor mir liegt. Und ich vertraue darauf, dass Gott weiter an seinem Haus baut – hier in Feldkirchen-Altwied und auf den Wegen, die vor uns liegen.
Bleiben Sie behütet!
Ihr Martin Lenz Taurat, Pfr.
Mit dem Weggang von Pfarrer Martin Lenz Taurat verliert die Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied einen Pfarrer, der in den vergangenen fünf Jahren zahlreiche Projekte angestoßen und die Gemeinde durch eine Zeit des Wandels begleitet hat. Sein Abschiedsbrief macht deutlich, dass die Entscheidung nicht gegen Feldkirchen-Altwied gefallen ist, sondern für eine seltene gemeinsame berufliche Perspektive mit seinem Mann im Oldenburger Land.
Treffpunkt Feldkirchen dankt Pfarrer Martin Lenz Taurat für die offene Information sowie für die vielen Impulse, die er in den vergangenen Jahren in unserer Gemeinde gesetzt hat. Zahlreiche Menschen hat er auf ihrem Lebensweg begleitet, Gottesdienste gestaltet und Entwicklungen angestoßen, die die Gemeinde auch in Zukunft prägen werden.
Persönliche Anmerkung des Autors:
Ich selbst habe mich in der Kirchengemeinde Feldkirchen-Altwied nicht zuletzt durch das Wirken von Pfarrer Martin Lenz Taurat willkommen und angekommen gefühlt. Sein offener Umgang mit Menschen, seine Impulse für das Gemeindeleben und seine Bereitschaft, neue Wege zu gehen, haben die Gemeinde in den vergangenen Jahren geprägt.
Mein Wunsch ist, dass die Gemeinde den eingeschlagenen Weg weiterhin mutig, offen und einladend fortsetzt. Die Herausforderungen der Zukunft werden nicht kleiner werden. Umso wichtiger ist es, dass das Miteinander, die Gemeinschaft und die Offenheit für neue Ideen erhalten bleiben und weiter wachsen können.
Für den bevorstehenden Wechsel in die Kirchengemeinde Hude wünschen wir ihm und seinem Mann Gottes Segen, Gesundheit, Zuversicht und einen guten Start in der neuen Heimat. Mögen die Verbindungen nach Feldkirchen-Altwied auch über die räumliche Distanz hinaus bestehen bleiben. „Bleiben Sie behütet“ – mit diesen Worten verabschiedet sich Pfarrer Lenz Taurat von seiner Gemeinde. Diesen Wunsch geben wir gerne zurück.




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